Leicht leben und Mutter sein – geht das überhaupt?

Leicht leben und Mutter sein – ein Widerspruch an sich?

Kann man als Mutter ein leichtes Leben haben? Oder gehört es zur „Job“Beschreibung, dass es anstrengend und aufreibend sein muss?  Wie viele Dinge tun wir, weil es sich so gehört oder wir schon von unserer Mutter oder der Werbung eingeimpft bekommen haben, dass „man“ das halt so macht, wenn man eine gute Mutter sein will.

Angefangen von dem gesunden Pausenbrot über die kochwaschsaubere Kleidung hin zu pädagogisch wertvollen Spielen bis zu der obligatorischen halbstündigen vorgelesenen Gute-Nacht-Geschichte. Wenn dir das alles Spaß macht, dann ist das toll und bewundernswert. Bei mir war das nicht so, jedenfalls nicht in allen Bereichen.

An Anfang steht die Entscheidung: Ich will leicht leben, auch als Mama

Ich habe mich oft fürchterlich gelangweilt, wenn ich mit den Kindern puzzeln sollte oder die Raupe Nimmersatt zum 20. Mal gespielt habe. Irgendwann habe ich für mich beschlossen, dass ich nur noch das mit den Kindern spiele, was mir auch Spaß macht, dass ich Bücher aussuche, die ich auch lustig finde und dass ich bestimmte Dinge überhaupt nicht mehr mache. Zum Beispiel Kinderschuhe kaufen. Das ist bei uns Aufgabe meines Liebsten und ihn macht es ganz glücklich, wenn die Kinder gutes Schuhwerk haben.

Das Pareto-Prinzip hilft dir

Die Entdeckung dieses Prinzips war eine Offenbarung für mich bei meinem täglichen Kampf gegen das Chaos in unserem Haushalt. Vilfredo Pareto hat entdeckt, dass sehr oft ein 80 zu 20 Zusammenhang besteht. 80 Prozent der Küche kann ich in 20 Prozent der Zeit aufräumen. Will ich aber wirklich alles sauber kriegen (die Brotkrümel aus der Besteckschublade und die Dreckspritzer an der Fußleiste…) brauche ich für diese restlichen 20 Prozent unverhältnismäßige 80 Prozent meiner Zeit. Du ahnst es bestimmt schon: Meine Küche ist zu 100 Prozent nur zu 80 Prozent sauber.

Jeden Tag ein bisschen leichter

Ich bin ein großer Fan von befristeten Herausforderungen, neudeutsch: Challenges. Ein guter Zeitraum sind 30 Tag. Wenn du dich jeden Morgen fragst: Wie kann ich mir mein Leben heute leicht machen, dann kommen die kreativen Einfälle schon von alleine. Zum Beispiel deine Nachbarin anrufen und fragen, ob ihr euch nicht mit dem kochen abwechseln wollt oder statt Lebensmittel einkaufen zu fahren, die Gefrierkühltruhe plündern (da ist ja sowieso meistens viel zu viel drin, jedenfalls bei mir) oder die Woche der Nudel auszurufen und jeden Tag Spaghetti kochen.

Wenn dich dann das schlechte Gewissen plagt, dann kannst du dir immer noch sagen: „es ist ja nur für 30 Tage…“

Vielleicht hast du noch ein paar gute Tricks, wie du dir das Leben leichter machst?

 

 

 

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